Auf ebenen Wegen zum Kapellenberg

 

Die beschriebene leichte Wanderung ist entsprechend der jahreszeitlichen Umständen als eine Halbtagswanderung auf meist guten Allwetterwegen ausgesucht. Für Unentwegte ist am Ende der Beschreibung eine Variation empfohlen, die zwar eine verlängerte Strecke aufweist, aber dennoch als leichte Wanderstrecke eingestuft werden dürfte. Zur eventuell notwendigen Erholung laden unterwegs vier bewährte und gemütliche Gasthöfe ein, in denen Wanderer stets willkommen sind.

 

Vom Parkplatz an dem ehemaligen Varta-Werk führt der Weg auf der verlängerten asphaltierten Gundelhardtstraße mit der Markierung ROTES Rechteck (auch Roter Balken genannt) leicht ansteigend zu dem Waldgasthof Gundelhard. Er liegt am Waldrand, von dem man eine beeindruckende Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite mit dem weit sichtbaren Kuppelbau des Bahá’i Tempels von Hofheim-Langenhain hat.

 

Weiter geht es halblinks anfangs am Waldrand entlang, um dann kurz nach dem Waldeintritt an einer leicht zu übersehenden Stelle den breiten geradeführenden Hauptweg mit der Markierung ROTES RECHTECK zu verlassen. Hier zweigt der vorgesehene Wanderweg am Lorsbacher Kopf mit einem SCHWARZES RECHTECK gekennzeichneter Weg nach rechts ab. Es ist der Albertsweg, ein gut befestigter und bogenreicher Weg. Nach 45 Minuten ab Parkplatz biegt man nach leichtem Auf und Ab nach links in die breite, stark ansteigende Gasschneise ab, um sie nach wenigen Minuten nach rechts in die Langschneise mit der Markierung GELBES RECHTECK schon wieder zu verlassen. Auf dieser erreicht man nach knapp einer halben Stunde die Waldgaststätte mit dem daneben sehenden 35 m hohen Meisterturm.

 

Die Gaststätte ist außer am Dienstag jeden Tag ab 11 Uhr geöffnet und bietet während der ganzjährigen Öffnungszeiten alles um Hunger und Durst der Wanderer zu stillen. Der Aussichtsturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1928 anstelle des vorherigen Holzbauwerkes errichtet, trägt den Namen des damaligen Landrates Dr. Wilhelm von Meister. Wer die 173 offene Treppenstufen nicht scheut und von keinen Schwindelgefühlen geplagt wird, findet oben auf der 35 m hohen Aussichtsplattform bei günstiger Witterung einen prächtigen Fernblick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet, auf den Taunus mit seinem Feldberg und einen großen Teil des Odenwaldes.

 

Nach dem Passieren der Gaststätte führt wenige Schritte danach halblinks ein schmaler Pfad zu der anfangs nicht erkennbaren Kapelle. Umso größer ist die Überraschung, wenn man plötzlich vor ihr und ihrer Umgebung steht.

 

Sie ist das weithin sichtbare und bei Dunkelheit angestrahlte Wahrzeichen von Hofheim. Außerdem ist sie die Namensgeberin diesen Berges. Im Jahre 1666 führte der damalige Pfarrer Johannes Gleinder von Hofheim seine Gemeinde an diese Stelle und gelobte den Bau einer Kapelle zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria, wenn seine Gemeinde von der schrecklichen Pest, die zu dieser Zeit fast alle Gemeinden der Umgebung bereits heimsuchte, verschonen würde. Ausführliches über den Werdegang des heutigen Gebäude informiert eine Gußeisentafel an der breiten Treppe mit 137 Stufen, die zu der Freiterrasse an der Ostseite der Terrasse heraufführt. Ursprünglich schmückten 7 Fußfälle den Weg zur Kapelle. Von den vier noch vorhandenen Originalen wurden Abgüsse angefertigt und an dem Weg zur Kapelle aufgestellt. Die vier Originale stehen witterungsgeschützt in der Kapelle.

 

Zur Wallfahrt treffen sich die Nachbargemeinden am ersten Sonntag im Juli. Am Sonntag nach dem Weihetag Maria Himmelfahrt, den 15. August, wird ein Gottesdienst begangen. In den Monaten Juli bis September wird jeden Samstag um 8:00 Uhr eine heilige Messe gefeiert.

 

Am unteren Ende der Treppe angekommen, hält man sich links und trifft dann bald wieder auf die Markierung ROTES RECHTECK, die ab jetzt maßgeblich ist und bis zum Parkplatz an dem ehemaligen Varta-Werk den Rückweg zeigt. Doch vorher kommt man nach wenigen Minuten zu einem Wildgehege mit Damwild und besucherfreundlichen Wildschweinen. Da Begegnungen mit diesen Tieren in der freien Wildbahn bei Wanderern und Spaziergängern zu den Ausnahmen zählen, ist hier eine günstige Gelegenheit, diese Tiere aus der Nähe zu beobachten. Nach einer weiteren halben Stunde erreicht man die Gaststätte „Zur Viehweide“. Der Wanderweg mit der Markierung ROTES RECHTECK biegt hier links ab. Auf einem bogenreichem Waldweg erreicht man wieder die bekannte Langschneise mit einem GELBEN RECHTECK. Hier geht es noch einmal kurze Zeit kräftig aufwärts, um dann innerhalb einer halben Stunde abwärts an der am Waldrand gelegenen Waldgaststätte Gundelhard vorbei zu dem Parkplatz am ehemaligen Varta-Werk zugelangen.

 

Man kann aus dieser Halbtagswanderung eine Ganztagswanderung machen, wenn man an Stelle des Parkplatzes an dem ehemaligen Varta-Werkes den Parkplatz am Bürgerhaus Fischbach als Ausgangsstelle für eine verlängerte Wanderung wählt und anfangs sich in der Kelkheimer Straße nach der Markierung R1 richtet. In der Staufenstraße trifft diese Markierung auf dasselbe ROTES RECHTECK, das oben bereits beschrieben ist und auch zum Waldgasthof Gundelhard führt. Die gesamte Wanderstrecke beträgt dann 16 km.

 

Wanderkarte: Taunus, mittlerer Teil TS Mitte Topographische Karte1:50 000

 

Wanderstrecke:    ab und an Parkplatz Varta Werk:                          10 km

                            ab und an Parkplatz Gimbacher Hof                      11 km

                            ab und an Parkplatz Gundelhard                           09 km

                            ab und an Parkplatz Bahnhof Kelkheim Mitte        13 km

Einkehr:       Waldgasthof Gundelhard

                   Geöffnet: 11:00 – 23:00 Uhr

                   Waldgaststätte Meisterturm

                   Geöffnet: Mo – Sa ab 11:00 Uhr

                   Geöffnet: So ab 10:00Uhr

                   Ruhetag Dienstag

                   Restaurant Zur Viehweide

                   Ruhetag Montag

                   Oktober bis Ostern: Mo und Di

                   Sonntag: ab 10:00 Uhr, sonst auf Anfrage

                   Gimbacher Hof

                   Geöffnet ab11:00 Uhr

                   Ruhetag: Mittwoch

                         

Wanderbeginn :Parkplatz Varta-Werk in Kelkheim in der Gundelhardtstr.

                          Parkplatz am Waldgasthof Gundelhard. Zul. Anfahrzeiten beachten

                          Parkplatz Hof Gimbach, weiter mit Markierung ROTES RECHTECK

                          Parkplatz Bahnhof Kelkheim Mitte, weiter

                          anfangs mit Markierung SCHWARZES RECHTECK

                          weiter ab Hof Gimbach mit Markierung ROTES RECHTECK

Bahnhof Kelkheim wird angefahren mit der           Bahnlinie 12 im Regionalverkehr

                                                                            Buslinie 806 der Hessenbus GmbH .

 

 

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